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ARRP-Tagung 2016: Die Rheumatologie „networked“

23.02.2016

ARRP-Tagung 2016: Die Rheumatologie „networked“

„Forum junge Rheumatologie“ und mehr bei der Tagung der rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgemeinschaft Rheumatologie (ARRP)

Die Rheumatologie braucht engagierten und kompetenten Nachwuchs. Ganz bewusst eröffnete deshalb auch in diesem Jahr das „Forum junge Rheumatologie“ die 31. Tagung der rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgemeinschaft Rheumatologie (ARRP).

Das Forum bietet jungen Ärzten und Forschern die Möglichkeit, experimentelle und klinische Studien oder interessante „Work in Progress“ Beiträge zur Diskussion zu stellen. Vier Vorträge und zahlreiche Posterbeiträge in den Kategorien „Kasuistiken, klinische oder experimentelle Studien“ boten, für manchen Teilnehmer zum ersten Mal, die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse einem großen Fachpublikum vorzustellen. Drei der insgesamt sehr guten Arbeiten konnten zum Abschluss der Tagung mit Posterpreisen gewürdigt werden.

Junge Forscher und Mediziner referieren im Forum junge Rheumatologie
Junge Forscher und Mediziner referieren im Forum junge Rheumatologie

Das Hauptprogramm der Tagung verfolgte wie immer das Ziel, dem Austausch zwischen internistischer und orthopädischer Rheumatologie eine Plattform zu bieten. Dr. Hesse beleuchtete in seinem Vortrag das Zusammenspiel von Rheuma-Orthopäden und internistischen Rheumatologen mit ihren jeweiligen Spezialausbildungen, da diese Kooperation ein wichtiger Faktor für die Qualität der rheumatologischen Versorgung im Land ist.

Prof. Zeuner aus Kiel gab zunächst als erfahrener Immunologe und Rheumatologe ein Update über die Autoinflammation, die „kleine/große Schwester der Autoimmunität“. Dr. Lüssi, der an der Universitätsmedizin Mainz die Spezialsprechstunde für Multiple Sklerose leitet, informierte über neurologische Autoimmunerkrankungen. Der stellvertretende Direktor der Psychosomatischen Klinik in Mainz, Prof. Michal, gab einen Überblick über die Depression, eine der wichtigsten Komorbiditäten bei rheumatischen Erkrankungen. Dr. Beyer berichtete anhand von Beispielen aus dem Alltag der niedergelassenen Kollegen. Ein Update über das gemeinsame rheinland-pfälzische Netzwerkprojekt ADAPTHERA durfte natürlich in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Dr. Triantafyllias gab einen kleinen Einblick in die laufende Biomarkerforschung, während die erfahrene Kinderrheumatologin Frau Dr. Sonnenschein die Rheumatherapie im Kindesalter beleuchtete. Zum Abschluss des ersten Tages gab Dr. Amberger praktische Hinweise über die Wechselwirkung der wichtigsten Medikamente in der Rheumatologie.

Der zweite Tag startete mit drei gut besuchten Praxiskursen zum Thema Kapillarmikroskopie, Neuraltherapie sowie über Kinesiotaping. Den Vortragsteil der erfolgreichen Tagung eröffnete dann Prof. Haas als Leiter des kinderrheumatologischen Zentrums in Garmisch-Partenkirchen mit einem Beitrag über Schmerzverstärkungssyndrome im Kindes- und Jugendalter. Danach wurde der interdisziplinäre Ansatz der Veranstaltung nochmals aufgegriffen und das Thema Arthrose von drei Experten diskutiert: Prof. Drees (chirurgische Möglichkeiten), Dr. Kretschmer (konservativ-orthopädische Therapie) und Dr. Rittich (medikamentöse Therapie).

Die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Partner in der Behandlung von Patienten mit Rheuma- und Autoimmunerkrankungen betonte zum Abschluss der Veranstaltung nochmals eindrucksvoll Dr. Butzek mit ihrem Vortrag zur Hämochromatose-Arthropathie – sie referierte als Ärztin, als Vertreterin der Selbsthilfe und nicht zuletzt als selbst Betroffene.

Weitere Informationen

Erfahren Sie hier mehr über dieArbeitsgemeinschaft Rheumatologie, einem Partner im ADAPTHERA- Netzwerk.

ADAPTHERA
Das Rheuma-Netzwerk
c/o ACURA Rheumazentrum Bad Kreuznach
Kaiser-Wilhelm-Straße 9-11
55543 Bad Kreuznach

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